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Te Deum 2017

Zwei Mal Te Deum in Friesoythe

Gleich zwei große Werke der Oratorienliteratur hatten wir uns für das Herbstkonzert 2017 am 24. September um 16 Uhr in der St.-Marien-Kirche vorgenommen: Das Dettinger Te Deum von Georg Friedrich Händel (1685 – 1759) und das Te Deum des böhmischen Komponisten Antonin Rejcha (1770 – 1836). „Wenn man diese beiden großartigen Stücke singt“, so Dirigent Heinrich kleine Siemer, „dann fragt man sich, warum nur einer der beiden Komponisten, nämlich Händel, auch heute noch Weltruhm genießt, während der andere nahezu vergessen ist. Dabei war Rejcha zu seiner Zeit hoch angesehen als Komponist und Professor. Auch Hector Berlioz und Franz Liszt lernten bei ihm.“

Händel komponierte das Dettinger Te Deum anlässlich des Sieges der österreichisch-britischen Truppen über das französische Militär in der Schlacht bei Dettingen am 27. Juni 1743. Passend dazu enthält das Werk viele festliche, trompetengeschmückte Chorsätze, aber auch breiter ausgestaltete, kontemplative Momente.

Das Te Deum von Antonin Rejcha stellt den Chor vor große Aufgaben. Es enthält neben wenigen Arien vor allem viele große oratorische Chorstücke mit Fugen und Doppelfugen und kann, obwohl es kaum aufgeführt wird und auch nicht als Studioaufnahme erhältlich ist, zu den großen Werken der Oratorienliteratur gezählt werden.

Bei dem Konzert wirkten Beate Stanko (Sopran) und Bernd kleine Siemer (Tenor) aus Cloppenburg, Kathrin Köhne (Alt) aus Hagen und Christoph Scheeben (Bass) aus Köln sowie das Staatssinfonieorchester Kaliningrad mit. Unterstützt wurden wir wie so oft vom Mozartchor aus Hagen.

Die Kritik war’s zufrieden. Christoph Keller bescheinigte uns in der NWZ, die anspruchsvollen Werke „hervorragend gemeistert“ zu haben. Zum Dettinger Te  Deum etwa schrieb er: „Das 45-minütige Werk verlangt mit seinen 13 Chornummern einiges von den Chorsängern. Trotz kleinerer Intonationsunsicherheiten gestalteten die beiden Chöre die mit komplexer Polyphonie ausgestatteten Sätze gut ausbalanciert.“ Und beim Rejcha attestierte er uns, insbesonder bei den großen Fugen zu glänzen. Die komplette Kritik lesen Sie hier.