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Mendelssohn 2018

Wie der Hirsch schreit

Französische Spätromantik und deutsche Hochromantik standen Anfang November 2018 auf unserem Programm. In dem Konzert am 3. und 4. November verbanden wir gemeinsam mit dem Mozartchor Hagen, dem Staatssinfonieorchester Kaliningrad, Beate Stanko (Sopran) und Oliver Aigner (Bass) Gabriel Faurés Requiem op. 48 mit der Choralkantate „Verleih uns Frieden gnädiglich“ und dem 42. Psalm „Wie der Hirsch schreit“ (op. 42) von Felix Mendelssohn Bartholdy.

Fauré schrieb 1888/1899 ein intimes, liebevolles Requiem. Er verzichtete beispielsweise auf das „Dies Irae“, sein Bild vom Jenseits ist eine friedvolle und angenehme Version, ein Himmel, der alle Schrecken des Fegefeuers verloren hat.

Mendelssohns Kantae „Verleih uns Frieden gnädiglich“ entstand 1831 als Reaktion auf das unruhige Karnevals treiben in Italien, seine Vertonung des 42. Psalm schrieb er größtenteils während seiner Hochzeitsreise. Der selbstkritische Mendelssohn schätzte das Stück als eine seiner besten Kirchenkompositionen ein, Komponistenkollege Robert Schumann urteilte, das Werk sei „die höchste Stufe, die er (Mendelssohn) als Kirchenkomponist, ja die neuere Kirchenmusik überhaupt, erreicht hat.“

Klaus G. Werner bescheinigt uns in seiner Kritik in der Münsterländischen Tageszeitung, „die changierenden harmonischen Wendungen (im Requiem) mit ihren zum Teil modalen Kadenzen sehr dynamisch und engagiert“ gemeistert zu haben, Horst Hollmann (NWZ) bescheinigt uns, „diese liebevolle Vision vom Leben nach dem Leben intensiv, feingliedrig und ergreifend“ gemeistert zu haben. „Die Chöre“, schreibt er, „sind exzellent vorbereitet, artikulieren sauber, lassen die Sequenzen melancholisch strömen und belebt fließen.“