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h-Moll-Messe

(c) Katharina Lamping

Die h-Moll-Messe: ein Meilenstein der Musikgeschichte

Die h-Moll-Messe nimmt im Gesamtwerk Johann Sebastian Bachs eine Sonderstellung ein, nicht nur wegen des Textes und ihrer Länge, sondern vor allem wegen ihrer hohen Komplexität: Bach zeigt hier das ganze Spektrum seines kompositorischen Könnens.  Der Musikschriftsteller Hans Georg Nägeli beschrieb die h-Moll-Messe einmal als „das größte musikalische Kunstwerk aller Zeiten“. Nicht zuletzt deshalb hat die UNESCO im Jahr 2015 Bachs h-Moll-Messe als „Meilenstein der Musikgeschichte“ in ihr Weltdokumentenerbe aufgenommen.

Dies liegt vor allem an der genialen  und der inneren Logik im Aufbau des gesamten Werkes, die bei näherer Betrachtung sichtbar werden. Weitere Erläuterungen zu Bachs h-Moll-Messe finden Sie hier.

Wir haben die h-Moll-Messe am 16. November 2019 in der Pfarrkirche St. Marien in Friesoythe gemeinsam mit dem Europäischen Barockorchester Le Chardon aufgeführt. Solisten waren Fanie Antonelou (Sopran), Johanna Rademacher (Sopran 2, Alt), Nils Giebelhausen (Tenor) und Dirk Schmidt (Bass). Im Chor haben uns einige Sängerinnen und Sänger unterstützt, die früher bereits Mitglied im Motettenchor waren und heute nicht mehr bei jedem Konzert mitsingen können. Das Jubiläumskonzert mit dem großartigen Werk von Johann Sebastian Bach wollten sie sich allerdings dann doch nicht entgehen lassen.

Mit den Kritiken zu dem Konzert in der mit über 550 Besuchern nahezu ausverkauften Kirche können wir zufrieden sein. Horst Hollmann bescheinigt uns in der NWZ, die Prüfung großartig bewältigt zu haben. „Die Interpretation ist äußerlich grundsolide und in sich gefestigt, dabei frisch, aufregend und innerlich tief bewegend.“ Klaus G. Werner wiederum macht dem Chor gleich zu Beginn seiner Kritik ein großes Kompliment und beschreibt ihn als einen „Klangkörper“, der nach seiner Gründung vor 50 Jahren „in der Region Konzertgeschichte schreiben sollte.“ Und auch mit der Präsentation der h-Moll-Messe war Werner zufrieden. „Der Motettenchor zeigte sich auf das chorisch höchst anspruchsvolle Werk bestens vorbereitet“, schreibt er. „Koloraturen … kamen klar durchhörbar über. Heikle Modulationen … meisterte der Chor mit Bravour. … Mit diesem Jubiläumskonzert hat der Motettenchor seinen durch 50 Jahre getragenen Qualitätsanspruch bestens unter Beweis gestellt.“